FAZ: EU sieht Piratenbekämpfung als Erfolg
Als ich den Artikel von FAZ über die EU Sicht auf die Piratenbekämpfung las, dachte ich mir, dass ich wahrscheinlich schon müde bin und irgendwas falsch verstehe. Noch heute las ich im Spiegel über einen neuen Fall der Entführung eines Schiffes an der Küste von Somalia mit der Crew, zu der auch Deutsche gehören und hier lese ich plötzlich über die angeblich erfolgreiche Mission der EU in Sachen der Piratenbekämpfung. Das klingt, meiner Meinung nach, ziemlich zynisch. Anscheinend hängt es damit zusammen, dass EU-Mandat bald ausläuft und um die Verlängerung der Präsenz der EU-Streitkräfte notwendig ist, was die EU-Abgeordnete den Wählern möglichst schmerzfrei (für die Abgeordnete) vermitteln möchten. Nicht das ich mir große Sorgen über die Steuergelder mache, aber ist es wirklich sinnvoll zu Versuchen, das Problem auf diese Weise zu lösen? Wie lange sollen wir nach Ansicht der EU-Abgeordneten warten, bis diese Piraten ihre Machenschaften aufgeben? Ob sie das wirklich tun werden ohne dafür eine alternative Möglichkeit des Überlebens zu bekommen? Das bezweifle ich.
Ich bin der Meinung, dass dieses Problem nur dann gelöst werden kann, wenn man die Ursache des Problems bekämpft und nicht nur die Folgen.
